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Das digitale Wegwerfprodukt: Nischen-SaaS mit KI

INPUT → PAYMENT → AI-AGENT → OUTPUT: Wie ein simples KI-Produkt aussieht und was KMU von der Digital Vending Machine lernen können.

Nischen-SaaS mit KI – Digital Vending Machine
Marco Chluba

Marco Chluba

Januar 2026

Von Nischenseiten zu KI-Produkten

Wer kennt noch Nischenseiten? Man suchte sich eine Produktnische, baute eine Webseite, verdiente mit Affiliate-Links. Einfaches Modell, gute Margen – bis SEO und Plattformänderungen alles kaputtmachten.

Für die Dotcom-Zeit war ich zu jung. Den Bitcoin hab ich zu früh gesehen und zu spät gehandelt. Beim Thema AI lasse ich mir das nicht mehr nehmen – denn KI wird mindestens eine Revolution werden wie das Internet.

Sicher nicht über generierte Comic-Bilder auf LinkedIn. Aber über Produkte nach einem simplen Prinzip: INPUT → PAYMENT → AI-AGENT → OUTPUT.

Das Modell: Digital Vending Machine

Eine Vending Machine nimmt Geld, gibt ein Produkt zurück. Digital und mit KI funktioniert das genauso – nur dass das Produkt aus Informationen, Analysen oder Entscheidungen besteht.

INPUT

Präferenzen, Daten, Fragen

PAYMENT

Einmalzahlung oder Abo

AI-AGENT

Analyse & Interpretation

OUTPUT

Ergebnis, Empfehlung, Report

Das Schöne: Die Infrastruktur läuft 24/7, skaliert automatisch, und die Grenzkosten pro zusätzlichem Nutzer sind minimal.

Das Praxisbeispiel: myperfectpaw.com

Als erste «AI-Shit-Applikation» – MVP, minimal, zum Testen – entstand myperfectpaw.com: Ein Wizard nimmt persönliche Präferenzen auf (Aktivitätslevel, Erfahrung, verfügbare Zeit, Pflegeaufwand etc.), verarbeitet diese mit KI, kassiert 39 € und berät per AI-Agent, welche Hunderasse am besten passt.

Das technische Modell dahinter

Im Hintergrund läuft ein simples, aber effektives mathematisches Modell: Die Präferenzen des Nutzers werden mit strukturierten Attributen von über 100 Hunderassen verglichen.

Jede Eigenschaft wird normalisiert und über ein gewichtetes Scoring-Modell bewertet. Dadurch entsteht ein Matching-Score, der die Kompatibilität quantifiziert.

Die KI übernimmt dabei nicht die Berechnung – sondern erklärt und interpretiert das Ergebnis verständlich. Quasi als digitaler Hundeberater.

Das ist ein bewusstes «Wegwerfprodukt» – nicht weil es schlecht ist, sondern weil das Ziel war: Schnell testen, ob das Modell funktioniert. Kein aufwändiges Design, kein Marketing-Budget, keine monatelange Entwicklung. MVP pur.

Was KMU daraus lernen können

Das Digital-Vending-Machine-Modell funktioniert nicht nur für Nischen-SaaS von aussen. Viele KMU haben intern ähnliche Anforderungen:

  • Kunden-Self-Service: Kunde gibt Daten ein, KI liefert Angebot oder Konfiguration ohne Vertriebsmitarbeiter
  • Internes Reporting-Tool: Mitarbeiter gibt Parameter ein, KI generiert Analyse und Empfehlung
  • Produkt-Konfigurator: Nutzer gibt Anforderungen ein, KI empfiehlt passende Variante aus dem Katalog

Das Prinzip ist immer gleich: Strukturierter Input, ein Verarbeitungsschritt mit KI, ein klarer Output. Minimal, messbar, skalierbar.

Das als Service

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Wie ich KI-Agenten, RAG-Systeme und KI-Produkte für KMU konkret umsetze.

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